8 Schlafmythen

Hast du dich schon mal gefragt, ob man wirklich im Stehen einschlafen kann? Oder ob du tatsächlich besser schläfst, wenn du ein Gläschen Wein am Abend trinkst? Rund um das Thema Schlaf kursieren viele Mythen. Heute möchten wir mit ein paar dieser Halbwahrheiten aufräumen.

 

Mythos 1: Ältere Menschen brauchen weniger Schlaf
Ältere Menschen brauchen nicht weniger Schlaf als die jüngere Generation. Das kommt uns oft nur so vor, weil sie meist um halb 6 Uhr morgens putzmunter sind. Tatsächlich benötigen Senioren in etwa gleich viel Schlaf wie Erwachsene.
Der einzige Unterschied: Ältere Personen schlafen öfter (sie machen dann lieber ein Mittagsschläfchen) und dafür kürzer. Und je älter man wird, desto weniger Tiefschlafphasen erlebt man während der Nacht. Es handelt sich also um einen leichteren Schlaf.

Mythos 2: Am Wochenende hole ich mir den fehlenden Schlaf zurück
Es gibt sie – diese Wochen, wo man es einfach nicht schafft vor Mitternacht ins Bett zu gehen und wo der Wecker trotzdem um 6:30 Uhr klingelt. Der Körper baut dadurch eine Schlafschuld auf. Dies können wir nicht innerhalb einer Nacht am Wochenende wieder aufholen.
Und wusstest du, dass es nicht möglich ist auf Vorrat zu schlafen? Versuche deshalb regelmäßig ca. 8 Stunden zu schlafen. Dein Körper dankt es dir.

Mythos 3: Der Schlaf vor Mitternacht ist am gesündesten
Wichtig für einen gesunden Schlaf ist nicht unbedingt die Uhrzeit, sondern die ersten Tiefschlafphasen der Nacht. Diese kann man sehr wohl auch nach Mitternacht haben. Damit diese Tiefschlafphasen optimal verlaufen, ist es zum Beispiel besser, in ruhiger Atmosphäre (Schlafzimmer) in einem Bett zu schlafen als auf der Couch bei Umgebungsgeräuschen wie Fernseher, Radio & Co.

Mythos 4: Alkohol lässt uns besser schlafen
Das Motto hier lautet: Die Dosis macht das Gift. Ein Schluck Bier oder Wein wird gerne als Einschlafhilfe getrunken. Denn der Alkohol hilft uns zu entspannen, was für das Einschlafen förderlich ist. Ob es für die Qualität des Schlafes so gut ist, ist hingegen fraglich. Denn der Konsum von Alkohol kann im Laufe der Nacht dazu führen, dass der Schlaf unterbrochen und man aus Tiefschlafphasen gerissen wird. Mit einem Gläschen Alkohol schlafen wir vielleicht besser ein, erleben aber keinen erholsamen Schlaf und wachen morgens möglicherweise gerädert auf.

Mythos 5: Es macht keinen Unterschied, ob ich mit oder ohne Licht schlafe
Eingeschlafen auf der Couch. Der Fernseher läuft und das Licht brennt. Wer kennt das nicht? Es ist jedoch sinnvoll, im Dunkeln zu schlafen, denn unser Schlaf-Wach-Rhythmus wird vom Licht stark beeinflusst. Hierbei spielt das Hormon Melatonin eine große Rolle – es wird nur dann gebildet, wenn es dunkel ist.
Interessant ist, dass nicht jede Lichtfarbe unseren Schlaf gleichermaßen beeinflusst.

Mythos 6: „Ich schlafe gleich im Stehen ein”
Es ist zwar tatsächlich möglich, im Stehen einzunicken, allerdings kommt man beim Schlafen im Stehen niemals in eine Tiefschlafphase. Sobald du in eine Tiefschlafphase kommst, entspannen sich die Muskeln so weit, dass wir zusammensacken. Einen richtigen, tiefen Schlaf werden wir also im Stehen nicht erreichen.

Mythos 7: Mein Schnarchen kann mich aufwecken
Es gibt Menschen, die behaupten, sie schnarchen so laut, dass sie selbst davon wach werden. Dass man sich aus einer Tiefschlafphase mit dem eigenen Schnarchen aufweckt, ist sehr unwahrscheinlich. Tatsache ist, dass diese Menschen meistens schon wach sind oder sich im Übergang von einer Leichtschlafphase in die Wachphase befinden, und sich deshalb Schnarchen hören.

Mythos 8: Man kann von einem Langschläfer zum Frühaufsteher werden
Unsere innere Uhr ist von Geburt an genetisch programmiert. Man kann zwar gewisse Aufstehzeiten etc. trainieren, damit wir in unserem sozialen System zurechtkommen und pünktlich zur Arbeit erscheinen, aber aus einem richtigen Morgenmenschen wird nie ein Langschläfer werden und umgekehrt.

Übrigens werden Langschläfer meist mit Faulheit in Verbindung gebracht und Kurzschläfer mit Fleiß. Dies hängt ebenfalls damit zusammen, dass Kurzschläfer besser mit unseren Arbeitszeiten umgehen können. Langschläfer haben ihre produktive Phase am Abend – also eigentlich schon nach der Arbeit.

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